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Fesselträgerverletzung - und wieder schnell wie der Wind

Im Juni 2009 begann mein elfjähriger Araberwallach Abeydou hinten links akut an zu lahmen. Bis dahin hatte ich ihn erfolgreich auf Distanzritten vorgestellt. Der sofort hinzugezogene Tierarzt diagnostizierte im Bereich des linken hinteren Fesselträgers eine leichte Schwellung und verordnete daraufhin Schmerzmittel und Antiphlogistika in Kombination mit einer Woche Boxenruhe.

 

Als der Tierarzt nach einer Woche zur Kontrolle kam und sich keine nennenswerte Verbesserung der Symptomatik zeigte, empfahl er mir,  Abeydou zur genauen Befunderhebung in eine nahegelegene Klinik zu bringen. Die dort durchgeführte Ultraschalluntersuchung zeigte sowohl Veränderungen am Fesselträger hinten links als  auch am Fesselträger hinten rechts. Als Therapie wurde ein halbes Jahr Boxenruhe mit Physiotherapie zweimal wöchentlich im Schritt angeordnet. Zugleich zog ich eine Osteopathin und eine Tierheilpraktikerin zu Rate, die Abeydou mit Homöopathie und Präparaten der Firma Sanum behandelte. Endlich war das halbe Jahr um und ich fuhr erneut zur Kontrolle in die Klinik.

Die Untersuchung ergab folgende Symptome: mittelgradige Trablahmheit hinten links, sowie eine deutliche Schwellung beider Fesselträger, links mehr als rechts. Das Behandlerteam war ratlos und ich den Tränen nahe. Für Abeydou war das halbe Jahr in der Box ohne den bekannten Kontakt zu Artgenossen und das Spielen auf der Weide mit seiner Herde die Hölle gewesen. Abeydou war zunehmend nervöser und ungehaltener geworden und fing sogar an zu beißen.Ich erkannte mein sonst so liebes und ausgeglichenes Pferd kaum wieder.

Zuhause heulte ich mich erstmal bei meinen Stallkollegen aus.Durch Recherchen im Internet wurde meine Freundin schließlich auf dasVetDrop-Verfahren und das Naturheilzentrum für Pferde von Kirsten Hinz aufmerksam. Wir riefen an und Frau Hinz kam sofort zu einer Visite vorbei. Da wir einen Umzug in den Therapiestall „Naturheilzentrum für Pferde“ wegen der psychischen Verfassung von Abeydou für ungeeignet hielten, wurde die Behandlung ambulant durchgeführt. Nach einer zweiwöchigen Behandlung alle zwei Tage  beider Fesselträger mit dem Hydro-Vital-Serum und einer viertel Stunde Schritt auf hartem Boden täglich, zeigte Abeyou bei der ersten Kontrolluntersuchung durch Kirsten Hinz nur noch eine geringgradige Lahmheit auf beiden Händen im Trab.

Die Schwellung im Bereich der Fesselträger war stark rückläufig und die vorherige Druckempfindlichkeit minimal. Um den Heilungsverlauf zu intensivieren, wurde weiter alle zwei Tage mit VetDrop behandelt und im Anschluss daran eine Behandlung beider Fesselträger mit Lasernadelakupunktur durchgeführt. Nach insgesamt vier Wochen Behandlungszeit durch Kirsten Hinz war auch im Trab keine Lahmheit mehr sichtbar, die Schwellung  war ganz zurückgegangen und die Druckempfindlichkeit  verschwunden. 

Aufgrund der guten Ergebnisse steigerten wir die Belastung in den nächsten Wochen zusehends auf eine dreiviertel Stunde Schritt und eine viertel Stunde Trab. Auch als wir nach acht Wochen den Galopp hinzunahmen und Abeyou zusehends normal gearbeitet wurde, blieb er beschwerdefrei. Um ganz sicher zu gehen, ließ ich die Vetdrop-Behandlung noch zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von weiteren vier Wochen weiter durchführen.

Mittlerweile reite ich Abeyou wieder ganz normal.Wir nehmen demnächst wieder an einem Distanzritt teil, für den wir hart trainiert haben. Auch das Springtraining ist seit vier Wochen wieder Teil unseres Programmes. Gestern sind wir 1,20 gesprungen und mein Pferd ist genauso fit und begeistert bei der Arbeit wie zuvor.

Mareike Blume